SELBSTRAUM: Ein sicherer Raum um uns als Menschen ohne die Masken der Gesellschaft zu betrachten. Ich mache den ersten Schritt und zeige Dir wer ich bin. Vielleicht kann ich Dich motivieren es auch zu versuchen...

Sonntag, 31. Oktober 2010

Schweigen...

Dies hier habe ich gerade im Internet gelesen, habe laut gelacht (wahrscheinlich weil ich mich wiedergefunden habe!) und wollte es unbedingt zitieren:

Ihr kennt die Geschichte von den drei Zenschülern? Der Meister sagt zu ihnen: "Wenn ihr die höchste Erkenntnis erlangen wollt, müßt ihr schweigen." Darauf der erste: "Überhaupt kein Problem für mich. Ich bezweifle, daß es den anderen gelingt." Darauf der zweite: "Du Idiot, warum hast du nicht geschwiegen?" Der dritte: "Ich habe als einziger nichts gesagt."


:o) Schönen Sonntag.

Dienstag, 19. Oktober 2010

Du bist so wunderbar!

Nur ganz kurz, weil ich es lustig fand was für mögliche Interpretationen dieser Satz haben könnte. Zwei kennen wir ja schon:

- "Du bist so wie ich!" (siehe Bondingerfahrung)
- "Du bist so ganz anders als ich!" (eher so wie ich gerne sein würde: siehe Bedingungslose Liebe)

Jesper Juul würde sagen:
- "Ich fühle mich so wunderbar wenn ich in Deiner Nähe bin!" Und das wäre wohl auch oft viel ehrlicher als der Titel dieses Artikels.

Und dann könnte ich es ja auch mal anders betonen und meinen:
- "Auch wenn Du nicht wunderbar bist, mag ich Dich trotzdem" Z.B. wenn jemand gerade bemerkt hat, dass er oder sie einen tollen Einfall hatte der sich aber als nicht praktikabel erweist oder ähnliches. Also eher ironisch.
- "Ach komm, denkst Du etwa Du bist was besonderes?" Wenn ich ironisch oder gar sarkastisch eigentlich genau das Gegenteil meine.
- "Lass mich in Ruhe mit Deinem wunderbaren Ideen" Es könnte ja sein, dass ich mich eigentlich ärgere, weil ich nicht so wunderbar bin oder aber weil jemand zwar gute Absichten hatte, die nicht so "wunderbar" bei mir angekommen sind.

Der Unterschied zwischen den 3 ersten und denen danach ist, dass sie nicht so eindeutig sind. Es kostet etwas Zeit und fordert einiges an Selbstvertrauen es heraus zu finden, dass es tatsächlich oft der Wahrheit entspricht. Es ist sogar manchmal so, dass der Zweite Satz sehr unterschiedlich sein kann, je nachdem wie der Sender sich dabei fühlt: traurig oder eher ärgerlich und minderwertig im Vergleich, oder bewundernd, mit dem heimlichen Gedanken "ich wäre auch gerne so wie Du". Wobei wir dann wieder bei 1 wären: würden wir sehen wer wir "wirklich" sind...


Über "wunderbare" Ergänzungen und weitere Ideen würde ich mich freuen...

Sonntag, 17. Oktober 2010

Bedingungslose Liebe

Was ist das überhaupt? Ich würde behaupten, dass 100% Akzeptanz Vorraussetzung für bedingungslose Liebe ist. Das bedeutet nicht, dass ich alles tolerieren muss, bzw. gut heiße was jemand tut. Denn dass hat einen ganz anderen Namen: Gleichgültigkeit. Und ich denke, jeder kann zwischen Gleichgültigkeit und Liebe unterscheiden. Bedingungslose Liebe erfordert auch, dass ich nicht persönlich nehme was die Person die ich liebe tut oder sagt. Es gibt viele Leute die behaupten bedingungslos zu lieben. Ich wage es zu behaupten, dass ich keinen einzigen Menschen persönlich kenne der es wirklich kann und tut (über Menschen die ich nicht kenne kann ich keine Aussagen machen). Denn die Vorraussetzung um jemanden voll und ganz zu akzeptieren ist, sich selbst voll und ganz zu akzeptieren. Und ich kenne zwar unterschiedliche Menschen mit unterschiedlich starken Selbstwertgefühlen, aber keiner von denen akzeptiert sich voll und ganz. Jeder hat seine Mängel und Macken mit denen er oder sie nicht so gut klar kommt, also Komplexe. Wahrscheinlich ist dieser vollkommene Zustand und diese vollkommene Eigenschaft einfach ein utopisches Ziel was wir alle verfolgen "wollen". Aber Real ist es nicht.
Die Realität sieht eher anders aus: z.B. ziehen sich Gegensätze an, weil jemand der ganz anders ist, natürlich auch nicht all meine verhassten Macken hat die ich selbst an mir nicht liebenswert finde. Oder zumindest hat er oder sie nicht diese eine ganz besonders verhasste Macke, sondern genau das Gegenteil davon: "ist er/sie nicht wunderbar (so ganz anders als ich)?" Aber können wir jemanden der uns in unserem innerlichen Vergleich immer wieder daran erinnert dass wir selbst nicht "so vollkommen" sind wirklich diese Eigenschaft gönnen? Wenn wir mit uns selbst ehrlich sind, wissen wir, dass wir irgendwo auch Ablehnung, Neid, Eifersucht und Ärger empfinden. Oder zumindest Trauer weil wir nicht "so liebenswert" sind wie er/sie. D.h. ich fühle mich innerlich (bewusst oder nicht) weniger Wert als dieser andere Mensch, zumindest unter diesem Aspekt.
Wie sieht es aus mit Menschen die unsere verhassten Eigenschaften auch haben? Können wir das was wir an uns selbst nicht akzeptieren an jemand anderes akzeptieren? Können wir es an jemand anderem gut heißen wenn wir es uns selbst verbieten? Können wir es lieben wenn wir es an uns selbst am liebsten sofort entfernen würden? Nein, wäre auch hier eine ehrliche Antwort.

Nein, ich kann nicht jemanden lieben der mich jeden Tag daran erinnert, dass ich Fehlerhaft bin. Egal ob es absichtlich ist oder unabsichtlich, egal ob es direkt gespiegelt ist (gleiche Eigenschaft) oder indirekt (gegenteilige Eigenschaft). Was bleibt jemanden übrig der auch noch dazu meine eigenen Gene hat? Ein kleiner Mensch, der mich als Vorbild hat und mich auch noch kopiert (auch das Fehlerhafte natürlich)? Außerdem haben Menschliche Eigenschaften so an sich, dass wir jeden nach diesem Kriterium definieren können. Z.B. Gewicht: Jeder hat irgend ein Gewicht.

Bedingungslose Liebe ist: nicht nur zu verstehen sondern auch zu fühlen (großer Unterschied!!!) dass wir uns alle viel ähnlicher sind als unterschiedlicher, trotz der großen, schönen, interessanten Vielfalt und dass Wertungen eine menschliche Erfindung sind.
Wenn jemand in der Lage ist einen einzigen Menschen bedingungslos zu lieben, dann kann diese Person auch alle anderen Menschen bedingungslos lieben. Allen vorran: sich selbst.

Tatsächlich kenne ich doch Menschen die bedingungslos lieben: Kleinkinder, die von Wertung noch keine Ahnung haben und auch nichts von Gleichgültigkeit verstehen.

Sonntag, 10. Oktober 2010

Mein Darshan bei Amma: Selbstverantwortung vs. Delegation

Amma ist eine tolle Frau. Ihr Lächeln ist ansteckend und liebevoll. Ähnlich dem Lächeln eines Kindes. Amma ist mehr als nur eine Frau, sie ist auch ein Symbol, ein Beispiel und eine Stütze für viele. Ihre Projekte helfen Menschen auf der ganzen Welt. Ihre Anhänger werden zu besseren Menschen in dem sie sich geliebt und anerkannt fühlen, sich als freiwillige Helfer nützlich fühlen.

Zufällig ergab sich für mich die Gelegenheit Amma zu sehen. Mit einigen Frauen die ich bisher nicht kannte, durfte ich nach Winterthur fahren und diese Erfahrung mitmachen. Es war ein schöner Tag, viel Musik, Meditation, Bilder die auf unser Mitgefühl appellierten und erstaunlich viel Ruhe. Vielleicht war die Ruhe auch eine Folge des Gedanken "auch ich komme dran". Niemand kommt zu kurz bei Amma. Jeder darf umarmt werden. Und jeder bekommt von ihr in seiner Muttersprache liebevolle Worte ins Ohr geflüstert.

Ich war ehrlich gesagt nicht besonders aufgeregt, obwohl mir alle erzählten wie intensiv und beeindruckend für sie das erste Mal war und wie sehr ich doch aufgeregt sein müsste. Ich dachte, dass es zwar schön ist mitzumachen, aber dass es eine einmalige Sache bleiben würde. Ich wollte mich von meinen Vorurteilen befreien und mich ganz auf die Erfahrung einlassen. Ich wurde erst etwas nervös als ich tatsächlich an Ammas Brust lehnte und sie mich umarmte, aber es war mehr der Kontrollverlust und die Unsicherheit die ich spürte. Als sie mir dann "Meine Liebe, meine Liebe, meine Liebe, meine Liebe, meine Liebe" ins Ohr flüsterte, entspannte ich mich und musste grinsen. Als ich merkte, dass meine Umarmung vorbei war, löste ich mich von ihr und bekam von ihr ein oranges Bonbon in einem Rosenblatt gehüllt. Ich grinste sie an und hatte das Gefühl das Spiel zu durchschauen. Trotzdem war ich nicht enttäuscht so wie es bei mir früher oft der Fall gewesen ist. Und sie grinste zurück und warf einem Arm nach mir als würde sie meine Schulter schubsen wollen, als würde sie einen Spaß mit mir machen. Ich glaube sie hat gespürt was ich dachte. Oder es von meinem Gesichtsausdruck abgelesen. Ich glaube nicht dass Amma selbst glaubt, dass sie übermenschlich ist, so wie es ihre Anhänger tun. Sie ist auch nur ein Mensch, ein sehr schöner, leuchtender Mensch, aber eben ein Mensch wie jeder andere es auch sein könnte, hätten wir nur das Vertrauen und den Mut uns selbst zu finden.

Einmal sagte eine weise Frau zu mir, dass ich meine Angst verlieren würde, wenn ich die Verantwortung für mich selbst übernehmen würde. Ich glaube ich fange an es zu tun. Deshalb bin ich nicht mehr enttäuscht, wenn ich bemerke, dass meine Eltern (mal die richtigen, mal symbolische Eltern) doch nicht so stark sind wie Supermann oder so Magisch wie Frau Holle. Ich bin langsam Erwachsen geworden. Ich vertraue mir selbst und brauche nicht mehr ihren Schutz. Ich glaube an mich und brauche nicht mehr ihre Führung. Ich kann ihre Fehler, oder besser gesagt: ihre Menschlichkeit, zulassen ohne mich enttäuscht zu fühlen, d.h. ohne Angst ihren Schutz verloren zu haben. Ich kann Amma anlächeln und mich auf ihrer Höhe fühlen, obwohl ich weiß, dass ich noch viel zu lernen habe. Aber ich delegiere die Führung nicht mehr an sie. Ich folge meinen eigenen Weg, nicht ihren. Ich war sogar kurz davor meinen Platz an ihrer Brust an jemand anderes zu geben, oder meine Zeit zu nutzen um ihr eine kurze Pause zu erlauben, oder sie zu bitten mich einfach nur anzusehen, weil ich von meinen Freunden umarmt werde. Immer wieder. Und es tut gut, und es ist reichlich Liebe für mich da. Besonders seit dem ich mich traue selbst zu lieben ohne Angst man könnte mir etwas wegnehmen.

Wenn ich mit Amma reden könnte, würde ich die Anmaßung wagen ihr einen Vorschlag zu machen, eine kleine Veränderung in ihren "Feiern". Was ich nämlich besonders nach meinem Bondingworkshop an diesem Freitag vermisst habe ist, dass die Menschen sich untereinander nicht umarmt haben. Ich hatte kurz die Idee mir ein Schild um die Brust zu hängen auf dem drauf stehen könnte "Free Hugs" oder so was. Ich war aber nicht mutig genug. Die Stimmung hätte ich tatsächlich anders erwartet. Die Menschen waren genau so distanziert wie auf irgend einer anderen Veranstaltung auch und warteten "nur" auf ihre Umarmung. Eine Frau die in Tränen ausgebrochen war, hielt sich ein Tuch vor dem Mund und alle Menschen um sie rum haben sie mehr oder weniger ignoriert. Ich hatte auch nicht den Mut zu ihr zu gehen und sie zu "halten": d.h. einfach bei ihr zu sein während sie weinte. Als ich mich endlich entschlossen hatte es doch zu tun, beugte sich eine junge Frau zu ihr und streichelte langsam ihren Rücken.

Mein Vorschlag: "Liebe Amma, bitte schlage den Menschen vor, dass sie sich gegenseitig auch umarmen können, vielleicht haben sie einfach noch nicht von alleine daran gedacht!"

Ich möchte noch von meiner Massage berichten: eine junge sehr liebevolle lächelnde Frau hat mich massiert. Es war wunderschön. Später im Auto sagte eine meiner Begleiterinnen "Jede liebevolle Berührung ist was schönes" und sie hat vollkommen Recht. Nach meiner Massage fühlte ich mich besser und ich hatte das Bedürfnis sie zu umarmen. Das sagte ich ihr und ich konnte ihr mit meiner Umarmung danken und die Massage in der Form abschließen. "Es ist schön, dass Du da bist" sagte sie zu mir. Ich strahlte und sagte "ja, es ist auch schön, dass Du hier bist". Ehrlich gesagt hatte ich mehr von dieser "nicht heiligen" Person, als von Amma

Fühlt Euch umarmt und folgt Amma wirklich, nehmt Euch ein Beispiel. Ihr Motto ist "embracing the world!" ist doch ganz einfach: am besten gleich damit anfangen!

Danke Amma für die Erkenntnisse die ich auf Deiner Feier gewinnen konnte.
Amen.

Samstag, 9. Oktober 2010

Gurus at YouTube...

Das Internet ist eine tolle Sache. Natürlich gibt es viel Mist, aber auch sehr viel interessantes zu lesen und schauen. Seit einiger Zeit surfe ich in YouTube rum und höre mir an was so einige Leute zu sagen haben. Da ich manche Namen auch immer mal wieder vergesse und dann beim erzählen nicht mehr genau weiß wie er oder sie sich schreibt usw. möchte ich hier die Gelegenheit nutzen einige zu erwähnen die ich gerne weiterempfehlen möchte:

* Sadhguru Jaggi Vasudev: www.ishafoundation.org (will Menschen zu mehr Bewusstsein verhelfen)
Empfehlenswert ist z.b. "Sadhguru & Shekhar Kapur - The Guru" (was ist ein Guru) oder "I feel I've lost my compassion how to get it back" oder auch "Sadhguru, How do I recognize my Guru?"

* Osho: www.osho.com (provoziert um Menschen zum denken anzuregen)
Sehenswert sind "Absolutely Free to Be Funny", "Love and Hate Are One", "Why Do I Get So Sensitive?"

* Burt Hardingwww.burtharding.blogspot.com (Mischung aus Zen und Psychologie - Psychosynthese)
"What's the difference between LOVE and FEAR?" oder "How to forgive and love yourself", "What's the difference between LOVE and FEAR?" und vieles mehr.

* Byron Katie... natürlich auch!

Sonntag, 3. Oktober 2010

Vorbilder

Neulich sagte mir jemand, dass es gut wäre Vorbilder zu haben. Ja, stimmt. Es wäre gut sich "die Großen" anzuschauen um zu lernen. Stimmt das wirklich? Tatsächlich wurde mir vor einiger Zeit bewußt, dass ich es wohl "falsch" mache. Ich fand bei "den Großen" immer sehr schnell "Fehler" und war enttäuscht festzustellen, dass sie doch "nur Menschen" sind. Anderseits wurde ich immer wieder von Menschen überrascht, die nicht wirklich zu "den Großen" gehören. Der erste Eindruck war oft sogar recht wenig beeindruckend gewesen. Aber wenn ich mich dann auf solche "kleinen" eingelassen habe, habe ich nach und nach immer wieder etwas entdeckt, was ich bewundern konnte. Etwas was ich von ihnen lernen wollte. Außerdem ist es einfacher, weil es von "den kleinen" sehr viel mehr gibt als von "den großen". Ich möchte ein paar Beispiele aufführen um es deutlicher zu machen. Diesen Sommer habe ich ein kleines 5 jähriges Mädchen kennen gelernt. Sie lächelte viel und in ihren großen Augen spiegelte sich immer wieder Begeisterung. Egal worum es ging. Sie war aufgeregt, weil so viele Leute zu Besuch waren. Sie sprach alle an, ohne Scham und ohne Unsicherheit. "Wie heißt Du?" oder "Magst Du mein Baumhaus sehen?" Wir haben bei ihr Zuhause Fußball geguckt (WM). Und als sie sich dann wie "die großen" hingesetzt hat um das Spiel zu gucken, war ich beeindruckt von ihrer Haltung: aufrecht, nicht so wie die der Erwachsenen. Ich denke oft an sie. Ich mag diesen offenen Blick und diese Unbeschwertheit. Ich möchte dieses Gefühl haben wenn ich fremde Menschen anspreche. Ich möchte über meinen Blog so begeistert erzählen können wie sie über ihr Baumhaus. Ich möchte ihre Haltung beim Sitzen einnehmen ohne darüber nach zu denken. Aber es könnte auch ein anderer Mensch sein. Z.B. eine Frau die sauber macht, der es wichtig ist, dass alles seine Ordnung hat. Der es wichtig ist, dass die Leute morgens alles sauber vorfinden und sich wohlfühlen. Eine Frau ohne Studium, die gebrochen Deutsch spricht. Eine Frau die ihre Arbeit gerne macht, egal was andere davon denken, oder wie es bewertet wird. Die niemanden beweisen muss wie schlau sie ist, wie gut sie schreibt oder redet oder wie gut sie plant und organisiert. Und ich habe noch ein Beispiel. Ein Freund der zuhören kann, ohne etwas zu sagen. Ein Freund der selten etwas sagt und wenn er etwas sagt, dann ist es so tief und so berührend, dass es mir manchmal die Sprache verschlägt.

Meine Vorbilder sind überall. Aber besonders gut ist das Vorbild in meinem Kopf. Denn ich weiß schon ganz genau was für ein Mensch ich sein will. Ich weiß ganz genau was für Eigenschaften ich bewundere. Und je näher ich diesem Menschen der ich sein will komme, desto mehr stelle ich fest, dass ich in anderen immer nur mich selbst gesucht habe.

Seit ich weiß, dass mein Name "Die Wunderbare" bedeutet, ist es immer wieder etwas komisch jemanden zu sagen, dass er/sie "wunderbar" ist. Es ist als würde ich sagen "Du bist ich". Tatsächlich ist es aber doch so: was ich an Dir nicht mag, mag ich an mir nicht, was ich an Dir mag, mag ich an mir auch.
Aber ich muss auch innerlich schmunzeln wenn mich jemand bewundert oder mir ein Kompliment macht, weil mir immer bewusster wird, dass auch die anderen mir sagen: "Du bist wie ich".

Je mehr ich mich selbst wunderbar fühle, desto mehr kann ich mich an den wunderbaren Menschen an meiner Seite erfreuen. Ich fühle mich Teil eines Ganzen und super wohl mit meiner Einsamkeit. Seltsam und neu, aber sehr schön.

"Der Tropfen weiß, dass er ein kleiner Teil des Ozeans ist, er vergisst aber oft, dass der Ozean ein Teil von ihm ist" (ist von Osho, glaube ich).

THE WORK von Byron Katie

Projektion und Delegation sind komplizierte Worte. Zu verstehen was dahinter steckt ist noch schwieriger. Ich habe schon oft vergeblich versucht jemanden dies zu erklären. Wahrscheinlich war es um so vergeblicher je wichtiger mir selbst es war, dass ich verstanden wurde. D.h. ich dachte dabei, dass dieser andere Mensch mich "unbedingt verstehen muss!" Und war somit nicht bei mir, sondern habe mich mit den Angelegenheiten des Anderen beschäftigt. Wenn ich kein Druck empfinde und es nicht um mich oder um die Beziehung zu mir geht, dann funktioniert Erklären sehr viel besser.

Diese Links sind also für all die Menschen denen ich versucht habe "die Umkehrung" zu erklären und gescheitert bin. Aber auch für all die anderen die sich dafür interessieren. Es geht darum die eigenen Gedanken zu relativieren. Verstehen dass wir alle viel zu oft uns in die Angelegenheiten der Anderen einmischen und frustriert sind wenn die Anderen (oder gar die Welt) nicht so ist wie wir sie gerne hätten. Natürlich können wir uns dann unter einer Decke verkriechen und uns selbst bemitleiden, weil alle so schlimm und böse sind und wir deshalb so einsam und so traurig. Aber wir können auch "THE WORK" angehen und uns von diesen erdrückenden Ansprüchen, Erwartungen und sonstige Glaubenssätze befreien.

Erst einmal 3 Videos:
YouTube: MoritzWork, auf Deutsch
YouTube: Byron Katei, auf Englisch mit Untertiteln
YouTube: Byron Katei, auf Englisch

- Texte:
Arbeitsblatt: Über deinen Nächsten
Zusammenfassung von "Lieben was ist"

- Byron Katei: www.TheWork.com