SELBSTRAUM: Ein sicherer Raum um uns als Menschen ohne die Masken der Gesellschaft zu betrachten. Ich mache den ersten Schritt und zeige Dir wer ich bin. Vielleicht kann ich Dich motivieren es auch zu versuchen...

Donnerstag, 18. August 2011

Selbstwirksamkeit: Was kann ich tun?

Immer mal wieder erzähle ich anderen Leuten was sie tun können um sich selber zu therapieren. Ich versuche weniger die Verantwortung für andere zu übernehmen und ihnen eher helfen für sich selbst zu sorgen. Was also kann jemand tun um Selbstwirksamkeit zu erfahren? Um Selbstbestätigung zu üben? Hiermit möchte ich einige Anregungen geben:

- Listen Führen: es gibt unterschiedliche Aufgaben die darin bestehen sich bestimmte Dinge noch mal bewusst vor Augen zu führen in dem man sie aufschreibt. Ein speziel für diesen Zweg ausgewählter Block ist dabei hilfreich. Z.B. kann man am Abend aufschreiben was an diesem Tag gut war. Jeden Tag 5 Erlebnisse die positiv waren. 5 Dinge für die man sich selbst loben möchte. 5 Dinge für die man gar nicht kann, die aber gut waren. Je nach dem was für eine Veränderung ich herbeiführen will, suche ich mir ein bestimmtes Kriterium aus. 5 Dinge für die ich dankbar bin. Wenn ich dazu neige bei mir selbst immer wieder Fehler zu suchen und zu finden, dann versuche ich mich jeden Tag 5 mal zu loben und diesen Lob auch noch aufzuschreiben. Wenn ich glaube, dass die Welt schlecht ist und ich einsehe, dass ich mir damit selbst am meisten schade, dann werde ich Ereignisse aufschreiben die positiv waren, ohne mein zutun.
Solche Listen zu erstellen die den Fokus meiner Aufmerksamkeit verändern sollen, sind am Anfang recht schwer, aber mit etwas Übung wird es immer leichter: d.h. der Fokus verändert sich tatsächlich!
Listen dienen aber auch zur Erinnerung in Momenten wo mal wieder alles schwarz ist, kann ich mir durchlesen was ich die letzten Tag alles so aufgeschrieben habe und komme aus meinem "Schwarz" wahrscheinlich leichter wieder raus.


- Einmal Liste: es gäbe auch die Möglichkeit sich etwas länger mit einem Thema zu beschäftigen und eine längere Liste zu erstellen. Z.B. eben 30 Eingenschaften auf die ich Stolz bin. Menschen die zu sehr an ihrer inneren Idealvorstellung hängen und unter Perfektionismus leiden, sollten dazu gleich noch 30 Eigenschaften aufschreiben für die sie nicht stolz sind. Dann kann ich mir noch überlegen, was davon evtl. auch die Seiten wechseln könnte. Z.B. welche auf dem ersten Blick positiven Eigenschaften könnten sich negativ auswirken, wann und in welchem Kontext? Aber genau so kann ich überlegen was für negative Eigenschaften auch ihre positiven Aspekte haben könnte.
Je mehr ich die Eigenschaften von einer Seite zur Anderen "schieben" kann, desto freier und offener bin ich. Etwas steif und fest zu bewerten hat eher mit eingefahrenen Glaubensmuster zu tun. Es flexibel zu sehen, also auch mich selbst flexibel zu betrachten, erlaubt es mir auch flexibler zu sein und dadurch erlange ich Freiheit und Gelassenheit. Tolerant mich sich selbst zu sein, ist etwas recht schweres und erfordert sehr viel Übung.

- Bedürfnisse erspühren und sich erlauben: wenn ich weiß was ich will und was ich brauche, dann bin ich schon ein ganzes Stück weiter gekommen. Denn oft wissen wir was "man" zu brauchen hat, was die Anderen von uns wollen und erwarten und quälen uns mit Gedanken über die möglichen Gedanken der Anderen. Aber wie geht es mir? Was brauche ich? Was fühle ich? Am besten anfangen mit etwas abstraktes wie "es ist mir zu viel" - "ich brauche meine Ruhe". Oft geht es nicht um "Ruhe" sondern um etwas was wir uns nicht trauen zu sagen. Jemand der Angst hat vor Konflikten, will vielleicht einfach Konflikte vermeiden, d.h. "abhauen", aber vielleicht weiß er auch, dass dies nicht die Lösung ist. Trotzdem ist es wichtig dieses Bedürfnis wahrzunehmen und zu respektieren, und zwar bei sich selbst. Es ist erstaunlich wie wenig Mitgefühl wir für uns selbst empfinden, wie sehr wir uns immer wieder unter Druck setzen mit "Du solltest" und "Du müßtest".

- Gefühle (ohne Gefahr) ausleben: die meisten Menschen fürchten sich vor ihren Gefühlen. Im Zusammenhang mit den Bedürfnissen oder besonders mit den unerfüllten Bedürfnissen tauchen Gefühle auf, die wir versuchen im Zaum zu halten. "Stell Dich nicht so an!" sagen wir zu uns selbst. Oder "Jetzt nicht!" Und beschäftigen uns wieder lieber mit dem wie sich andere fühlen würden wenn wir uns erlauben würden es einfach raus zu lassen... Wenn wir Angst vor unseren Gefühlen haben, müssen wir sie kontrollieren und jeder kleinste Kontrollverlust macht mehr Angst. Und mehr Angst bedeutet mehr Kontrolle und mehr Kontrolle... und...
Also, dann eben mal ohne Gefahr: z.B. in ein Kissen schlagen, im Wald laut schreien, Mit einem Tennisschläger auf ein Bett schlagen. Sie auf den Rücken legen und wild strampeln wie ein Kind. Oder was einem sonst so einfällt. Es einfach in der Fantasie zu tun ist oft auch schon hilfreich und erleichternd. Manchen kann auch helfen es aufzuschreiben, z.B. in Form einer Geschichte.

- Nein bzw. Ja sagen: Wenn ich mich sehr anpasse um "schlimmeres" zu vermeiden, stelle ich fest, dass es gar nicht nötig ist oder gefährlich ist, wenn ich ab und zu "nein" sage. Wenn ich also immer mal wieder das "Anpassen" vermeide und ein kleines bischen rebelliere. Wer jedoch öfters "nein" sagt und Angst hat sich zu sehr anzupassen, der sollte sich mal dem Risiko aussetzen "klein bei zu geben" und mal einverstanden sein ohne "Wenn und Aber". Sich immer mal wieder in kleinen Schritten zu trauen etwas zu tun oder zu sagen was nicht ganz einfach ist, hilft um Glaubensmuster zu brechen und sich selbst flexibler zu erleben. Im Extremfall kann man sich auch mal "verkleiden" und als Obdachloser in einer fremden Stadt betteln oder aber als Punk oder Emanze oder aufgetakelte Tussi (immer dass, was man sich selbst schwer vorstellen kann).

- Geschichten Schreiben: Die Fantasie ist schon was tolles. Mit unserer Fantasie können wir uns die nötigen Erfahrungen und Erlebnisse "erzeugen" die wir brauchen um gesunder und ausgeglichener zu werden. Ich kann meine Aggression in eine gruselige Geschichte packen, aber auch meine Idealvorstellungen. Wie hätte meine Kindheit ausgesehen, wenn sie gewesen wäre wie ich sie mir wünschen würde? Aber auch Dinge wie ein zukünftiges Gespräch mit meinem Traummann oder Traumfrau können spannend sein und Angst nehmen.

- Was glaube ich?: Was denke ich über Männer? Und über Frauen? Und über Kinder? Oder über Erwachsene? Wie denke ich muss ein "richtiger" Mann meines Alters sein? Was muss eine "richtige" Frau meines Alters erreicht haben? Je mehr ich ins "fliessen" komme, desto ehrlicher werden meine Antworten. Ich hatte bei so einer Übung herausgefunden, dass ich mir selbst zwar vorwerfe "kindisch" zu sein, dass ich aber auf keinem Fall ein "richtiger" Erwachsener sein wollte, zumindest nicht so jemand wie ich einen Erwachsenen definierte. Als dann alles so da stand, stellte ich fest wie wenig real meine Vorstellung von der Welt und den Menschen war. Also: aufschreiben und dann hinterfragen: Stimmt das wirklich?
(Siehe auch Byron Katies "The Work" - kann man im Internet viel finden, auch zum selber machen).

- Wer möchte ich sein? Idole aus Film und Fernsehen oder aus Büchern helfen auf der Suche nach uns selbst. Wenn mir ein Film besonders gut gefallen hat, stelle ich fest, dass die Handlung viel mit mir selbst zu tun hat. Die Geschichten die uns gefallen erzählen etwas über uns: wir sollten aufmerksam zuhören. Was würde ich mir für mein Leben wünschen? Was sollte anders sein und zwar mehr wie im Buch? Wovon kann ich mir eine Scheibe abschneiden?

- Sei nicht so streng mit Dir! Selbstbestätigung üben bedeutet, dass man aufhört die Bestätigung im Außen zu suchen und stattdessen sich selbst fragt ob das was man getan hat oder gesagt hat für mich selbst ok war. Das bedeutet auch, dass ich mich nicht nur aufmuntere und "ablenke" mit "komm schon, war doch nicht so schlimm", sondern, dass ich ehrlich zugebe, dass es in dem Moment für mich tatsächlich "so schlimm" war. Auch wenn ich Erwachsen bin und ich keine Angst haben sollte und ich hätte anders handeln müssen, gibt es Gründe in meiner Vergangenheit, die dazu geführt haben, dass ich mich in dem Moment so verhalten habe und so gefühlt habe. Erst das Akzeptieren, dass man ist wie man ist führt zur Veränderung. Dies zu tun, bedeutet die Illusion der Kontrolle aufzugeben. Wir sind weder so wichtig wie wir tun, noch so unverwundbar, noch so perfekt noch so... und wir müssen es auch nicht sein... und wenn wir doch anders gewesen wären, dann wäre unser Leben auch nicht besser. Jedes Verhalten hat seine "gute Absicht", selbst wenn es uns noch so negativ erscheint. Hätten wir anders handeln können, dass hätten wir es getan!

- Feedback: frage jemand was er oder sie von Dir hält. Deine Absicht bei der Übung ist nicht Beifall zu bekommen, frage ehrlich und Du wirst sehr wahrscheinlich eine ehrliche Antwort bekommen. Wenn jemand etwas sagt, was Dir nicht gefällt, versuche heraus zu finden was genau den Anderen dazu bewegt hat so über Dich zu denken. Vielleicht waren es bestimmte Worte oder Gesten... Oft ist es auch einfach nur ein Missverständnis gewesen, was aufgeklärt werden könnte. Verständnis und Offenheit verbindet. Wenn es Dir schwer fällt Kritik zu hören, frage erst einmal jemand von dem Du weißt, dass er/sie Dich mag... "Was gefällt Dir an mir?" - "Warum bist Du mit mir befreundet?"

- Liebe Dich selbst! Na ja, leichter gesagt als getan. Aber versuche Dich mal selbst zu umarmen, Dich selbst zu verstehen, Dich selbst im Spiegel anzugucken und zu sagen: "egal was ... über Dich sagt, ich liebe Dich trotzdem". Du bist ein toller Mensch und liebenswert, einfach weil Du da bist, ohne etwas leisten zu müssen, ohne schön sein zu müssen, ohne stark sein zu müssen... Einfach so wie Du bist. Kaufe Dir selbst ein Eis und nimm Dich mit in einen schönen Film oder genieße das was Dir gefällt, genieße alleine, wenn es geht. Werde Dein bester Freund.

Samstag, 12. März 2011

Glauben, Wissen und Erleuchtung

Karl Renz sagt er würde Erleuchtete an der fehlenden Absicht hinter dem was sie tun und sagen erkennen, nicht an dem was sie tun oder sagen... Ich bin einverstanden.

Ich habe mir überlegt, dass ich meine Definition von "glauben" und "wissen" etwas umformulieren möchte, schließlich finde ich, dass ich sie bei mir und bei allen Anderen auch nicht so ganz unterscheiden kann.
Menschen sagen "ich glaube" und meinen "ich bin mir nicht sicher"
Menschen sagen "ich weiß" und meinen "ich bin mir sicher"

Komisch ist, dass ich mir angewöhnt habe immer mehr "ich glaube" statt "ich weiß" zu sagen, dabei staune ich immer wieder mit wie viel Sicherheit ich es sage und wie ernst es oft die Menschen nehmen die mir zuhören oder meine Texte lesen.

Ich glaube, dass Erleuchtung bedeutet, dass man zur absoluten Subjektivität zurück kehrt, ähnlich der Subjektivität und der Absolutheit eines Kindes. Dass wir aber aus unserer vermeintlich objektiven "erwachsenen" Sicht, gar nicht bemerkten, dass wir immer nur subjektiv sein können und dass es keine absolute Wahrheit gibt. Und wenn es sie doch gibt, dann bleibt sie uns immer unfassbar, weil wir keine Objekte sind, sondern Subjekte. Solange wir aber selbst diese Sicherheit des objektiven "Wissens" brauchen, scheint jede andere "Wahrheit" bedrohlich (d.h. oft irrsinnig komisch).
Und diese Sicherheit war wohl eine Zeit lang wichtig und nötig. Aber jetzt sind sich selbst die Physiker nicht mehr sicher (Unschärferelation...) in ihrem Wissen. Und so verändert sich nach und nach die Welt und die Art zu Denken und zu Glauben und wir mit der Welt...

Das Buch "Grundformen der Angst" von Riemann hat einen sehr schönen Anfang über die Angst und die Mittel die die Menschheit immer wieder gefunden hat sich "sicher" zu sein.

Ach sind wir doch alle weise Wissende!

Und diese Gedanken, tja, sie sind nur ausgeliehen, gehören nicht mir, ich habe sie irgendwo aufgeschnappt, so wie ich die Worte gelernt habe die ich verwende. Aber sie fühlen sich richtig an. Und Gefühle sind für mich das einzige Reale, auch wenn der Auslöser es in der Regel nicht ist.
Es ist egal wie viel ich meine zu wissen oder zu glauben, wäre ich in einer anderen Kultur oder zu einem anderen Zeitpunkt auf diese Welt gekommen, so hätte ich mir andere Gedanken und auch andere Erfahrungen und Erlebnisse angeeignet. Ich hätte einen anderen Haarschnitt und würde anders reden und schreiben. Und würde dabei fest davon überzeugt sein, dass es meine ganz persönliche Meinung ist und mein ganz persönlicher Geschmack und mein ganz persönliches was-auch-immer ist...

Angeblich wurde schon mal postuliert, dass Menschen das nicht erfahren können über was sie nicht reden können. So wie die Ureinwohner aus Amerika die großen spanischen Schiffe nicht sehen konnten, weil sie für sie nicht "real" sein konnten. Gut das wir über Erleuchtung soooo viel reden können...

Gute Nacht! :o)

Freitag, 25. Februar 2011

Die Gummibandtheorie

Mir wird immer bewusster, wie vieles was man von sich nicht mag, daher kommt, dass die Eltern (oder andere Personen) negativ bewertet haben, weil sie es beneidet haben. D.h. in unserer angeblichen Dunkelheit liegt oft die wahre Stärke...

Bestimmte Eigenschaften werden in der frühen Kindheit gefördert und unterstützt. Die Kinder neigen dann auch zum übertreiben, da sie hier darin ein Ersatz für Liebe erkennen: "mein Papa mag mich, wenn ich soundso bin". Aber ab einem gewissen Alter ist dieses positive nicht mehr positiv, sondern eher negativ, weil das Kind plötzlich in Konkurrenz mit den Erwachsenen steht (d.h. näher und die Identifizierung mit dem herranwachsenden Menschen ist einfacher/näher).
Beispiel: ein 5 Jähriges besserwisserisches Kind ist noch ganz niedlich, aber ein 12 jähriges besserwisserisches Mädchen nervt! Das gleiche gilt für das Gegenteil: ein kleiner vorsichtiger Junge ist niedlich, aber ein vorsichtiger 13 Jähriger ist eine Memme, der bald lernt, so zu tun als wäre er das Gegenteil von seinem Kern: Hauptsache die Anderen bemerken es nicht. Es gibt die Leute die sich anpassen und versuchen "richtig" zu sein, obwohl sie nie ihren inzwischen eigenen verinnerlichten Ansprüche genügen können. Und dann gibt es Menschen, die trotzig "falsch" sind. In beiden Fällen wirkt diese Eigenschaft künstlich und übertrieben, weil damit ein Unwohlsein und ein Druck verbunden ist, der auch (in der Regel intuitiv) von Außen spürbar ist.



Wenn wir auf dem Boden eine Linie zeichnen würden, und diese Linie diese eine konkrete Eigenschaft darstellen würde, dann hätte jeder seinen natürlichen Platz auf der Linie, irgendwo zwischen den Extremen. Wenn jetzt diese Eigenschaft nun in uns konfliktiv ist, werden wir zu einem Extrem tendieren und immer unter Kraftaufwand versuchen etwas darzustellen was wir nicht sind (am Gummi ziehen!). Oft ist es sogar so, dass dieser Kraftaufwand uns kaum vom eigentlichen Fleck bewegt, aber gerade diese Anspannung ist es was die Eigenschaft unnatürlich und gefälscht für Andere erscheinen lässt.

Sobald wir aufhören uns an diese Glaubenssätze festzuhalten und uns deshalb zu verurteilen und zu verstellen, stellen wir erstaunt fest, dass wir gar nicht sind, wie wir dachten. Denn wir denken immer, dass wir viel "schlimmer" sind als es der Wirklichkeit entspricht. Wir selbst sind uns unser schärfster Kritiker. Es ist nicht nötig und nicht fruchtbar versuchen sich zu verändern. Erst wenn wir das Negative als auch eine positive Eigenschaft zu sehen beginnen, verändert wir uns ganz von alleine und kommen immer mehr zum eigenen Gleichgewicht. Wenn also "kalt" eine solche Eigenschaft von mir wäre und ich gelernt hätte, dass "kalt" zu sein schlecht ist (bzw. konfliktiv), dann werde ich versuchen "warm" zu sein, und bin manchmal/oft so warm, dass es wieder unangenehm ist, oder ich resigniere und "bin halt kalt", dann bin ich aber erst recht "kalt" oder noch viel kälter als "kalt", damit auch die Bewertung von außen zu meinem "sein" passt. Aber wenn ich bemerke, dass meine "Wärme" irgendwo in zwischen den Extremen ist, und dass es gut so ist, kann ich aufhören andere mit meiner "Wärme" oder "Kälte" zu belästigen, kann sogar manchmal etwas "kälter" oder etwas "wärmer" sein, je nach Gelegenheit und mich nicht an Glaubenssätzen sondern an meine Umgebung und meine jeweiligen Bedürfnisse anpassen. Zu unterscheiden, wann es angebracht ist "kalt" zu sein und wann "warm", wann ich selbst mich so fühle und wann es mir oder anderen etwas bringt, darin liegt die Schwierigkeit. Diese Flexibilität ist viel unsicherer als starre Glaubenssätze zu befolgen. Aber genau diese Flexibilität ist auch ein Zeichen von Reife und Weisheit.

Samstag, 19. Februar 2011

Verzeihen: Verantwortung für das eigene Leben

Es gibt da eine schöne Geschichte zu diesem Thema in der es heißt, Verletzungen schreibt der Protagonist in den Sand, damit der Wind sie weg weht, schöne Ereignisse meißelt er in Stein, damit sie überdauern. Aber so einfach ist es leider nicht. Es reicht nicht sie irgendwo aufzuschreiben um negative Erfahrungen schnell zu überwinden und positive anderswo, damit sie verweilen. Wäre es so einfach, würde es uns wahrscheinlich allen besser gehen. Unsere Emotionen entscheiden wie stark etwas im Gehirn abgespeichert wird.

Bei jedem Ereignis gibt es zwei Ebenen:
- die objektive Ebene (sachliche Tatsachen)
- die subjektive Ebene (Gefühle, Erwartungen, Glaubensmuster...)

Wenn z.B. ein Mensch, mit dem ich mich verabredet habe, zu spät kommt, könnte ich auf unterschiedliche Weise damit umgehen:
- Ich werde nervös, ich gucke immer wieder auf die Uhr. Ich male mir aus warum diese Person zu spät kommt, in Form von Sorgen oder Ärger: weil er/sie mich damit ärgern will, ich ihr/ihm nicht wichtig genug bin, er/sie mich nicht respektiert, etc.
- Oder ich habe die Zeit sinnvoll genutzt, in dem ich etwas mir angenehmes getan habe bis derjenige kam. Habe vielleicht ein Buch gelesen, mir die Leute angesehen oder einen Kaffee getrunken (dies ist typisch in südlichen Ländern, in denen zu-spät-kommen "normal" ist). Im Zeitalter der Informationstechnologie, kann ich natürlich auch versuchen den Menschen zu erreichen und raus finden ob und wann er/sie nun kommen wird.

Danach kann ich auch auf unterschiedliche Weise reagieren:
- Ich bin verletzt, werde also wütend oder traurig, fange an zu brüllen, Vorwürfe zu machen oder appeliere auf ihre/seine Verantwortung und versuche Schuldgefühle zu erzeugen.
- Ich bin unruhig oder leicht irritiert oder einfach nur neugierig und frage nach, was passiert ist. Evtl. ziehe ich auch Konsequenzen: ich bin Nachsichtig (bisher ist so etwas eher selten geschehen / es waren ja nur ein paar Minuten) oder informiere den Menschen über meine Unruhe oder angemessenen Ärger wenn sich z.B. die Situation wiederholt hat...


Ein Verhalten ist "gesund" so lange es funktional bleibt. (Vergleich: wiederholtes Händewaschen ist für einen Chirurgen notwendiger Teil seiner Arbeit, für einen Gärtner oder Maurer eher nicht).

Ja, aber... geht das so einfach? Nein. Jeder reagiert etwas anders auf einen Situation und viele Faktoren beeinflussen ob mein Gefühl eher Unruhe oder doch Angst bzw. Wut ist. Wie oft wurde ich schon von diesem Menschen enttäuscht? Kenne ich ähnliche Situationen mit anderen Menschen in meinem Leben? Gehe ich davon aus, dass so etwas passiert? Wie wichtig ist mir dieser Mensch?
Aber diese Fragen, die alle viel mehr mit meiner persönlichen Vergangenheit zu tun haben, statt sich an den konkreten Tatsachen zu orientieren, vermiesen uns immer wieder Augenblicke, Tage, unser Leben...
Wir verallgemeinern viel zu sehr, suchen die Schuld auf der einen oder anderen Seite und fühlen uns in Wahrheit ohnmächtig, weil wir die Situation nicht unter Kontrolle haben und die Ereignisse nicht unseren Erwartungen (eher unseren Befürchtungen) entsprechen.

Was kann ich tun, wenn ich bemerke, dass ich übermäßig reagiert habe? D.h. meine Gefühle entsprachen in dieser konkreten Situation nicht dem Kontext.
Das Problem liegt in der Regel in der Ohnmacht die wir als Kind in einer ähnlichen Situation empfunden haben und mittels kindlichem Größenwahn überdeckt haben. Diese vergangene Ohnmacht fühlte sich so bedrohlich an, dass wir mittels Schuldgefühlen und Schuldzuweisungen (oft auch Projektion) versucht haben sie abzuwehren und konnten damit (nachträglich) eine fantasierte Kontrolle empfinden, die wir nicht hatten. Als Erwachsene verunsichert uns nun eine bestimmte Begebenheit in dem Maße in dem sie uns an unseren Kontrollverlust erinnert. Dabei kontrollieren wir tatsächlich recht wenig, sind jederzeit allen möglichen Zufällen ausgesetzt und können nicht sicher sein, dass uns im nächsten Augenblick irgend etwas unvorhergesehenes das Leben nimmt. Die unumgängliche Gewissheit dass wir sterben werden, macht das Leben erst richtig lebenswert. Um das festzustellen, muss man sich nur mal mit Menschen unterhalten, die dem Tod schon mal ins Auge geblickt haben.
Waren meine Eltern als Kind für mich in irgend einer Form nicht da, dann übernahm ich die Verantwortung, wurde "unabhängig" und "selbstständig". So lange ich glaube, dass es so ist, kann ich zumindest die vergangenen Verletzungen verdrängen. Aber neue Verletzungen rütteln an meinem Glaubensmuster und deshalb verunsichern sie mich mehr als nötig wäre, schließlich habe ich als erwachsener Mensch sehr viel mehr Handlungsmöglichkeiten, die ich aber nicht wahrnehmen kann so lange ich in meinem Kontrollwahn (ein anderes Verhalten ist ja gar nicht nötig!) gefangen bleibe.

So lange wir ganz klar die Schuld zuweisen können, bleiben wir Opfer oder Täter und wiederholen unsere Rolle (in der wir uns sicher fühlen: Kontrolle) immer und immer wieder.

Was könnte nun funktionieren? Für mich funktioniert folgendes:
  1. Die Verletzung ernst- und wahrnehmen. Die Wut, die Angst, die Unruhe, die Verwirtheit, den Frust, die Trauer, den Schmerz... Wenn möglich sollte der Andere erst einmal davon verschont bleiben. Wer es braucht und sich traut, kann schreien und weinen oder auch in einen Kissen schlagen oder ähnliches. Dies ist besonders die ersten Male sinnvoll, wenn man gelernt hat, dass man(n) nicht weinen oder (frau) nicht wütend sein darf.
  2. Die Ohnmacht ernst- und wahrnehmen, und akzeptieren, dass es so geschehen ist: ich konnte nicht anders, der Andere konnte nicht anders, ich konnte nichts an der Situation ändern... (Wichtig: Vergangenheitsformen verwenden!)
  3. Selbsterkenntnis: ich versuche alle Glaubenssätze die hier mit reinwirken zu finden und zu überdenken. Sehr hilfreich ist auch in der Fantasie die Rollen zu tauschen. Verhalten ich mich Anderen gegenüber vielleicht auch manchmal so? Verhalten ich mich selbst mir gegenüber so? Oder beeinflusse ich unbewusst andere, damit sie mich so behandeln? Wollte dieser Mensch mich wirklich mit Vorsatz verletzen? Und wenn ja, bin ich konsequent oder lasse ich es mir immer wieder gefallen? Meistens tun wir Anderen Unrecht und beschuldigen sie Dinge deren Absicht wenn überhaupt (!) im Unbewussten lag. Rollenspiele tun hier gut. Wenn ich auch einmal die andere Seite spiele, kann ich vielleicht die realen Absichten, Probleme oder Ängste des Anderen nachvollziehen und meine Bewertungen überdenken.
  4. Umdeutung: gibt es Gründe weshalb dieses Ereignis vielleicht umgedeutet werden könnte und zum positiven gewandelt? Was für positive "Nebenwirkungen" hat das Ganze gehabt? Was lerne ich daraus? Wie sehr würde mich das verletzen, wenn ich wüsste, dass ich nur noch 1 Woche zu leben hätte? Viele unserer Probleme würden dann zu kleinen Lapalien schrumpfen...

Mittwoch, 9. Februar 2011

Mitleid vs. Mitgefühl

Neulich habe ich mich länger mit einigen Bekannten über dieses Thema unterhalten und da ich es für sehr wichtig und nicht ganz einfach erachte, möchte ich etwas dazu schreiben.

Manche glauben, dass Mitleid und Mitgefühl sinonyme wären. Dem ist nicht so. Andere wissen, dass es da einen Unterschied gibt, aber ihn zu definieren oder gar begreifen fällt oft schwer. Wie diese Begriffe im Duden definiert sind, weiß ich nicht, aber ich weiß wie ich sie für mich verstanden habe und dies möchte ich hiermit weiter geben.

Unserer Fähigkeit empathisch zu sein, verdanken wir die Empfindung von Mitgefühl: damit können wir uns vorstellen wie sich jemand in einer bestimmten Situation fühlen mag. Beim Mitleid jedoch, projizieren wir unsere Vorstellung, d.h. wie wir glauben dass wir uns in der Situation fühlen würden auf jemand anderes, der aber evtl. ganz anders empfindet als wir selbst.
Jemand der mitfühlt, sieht den Anderen. Jemand der mitleidet sieht sich selbst im Anderen. Deshalb führt Mitleid auch immer mal wieder zu koabhängigkeit oder zu Machtmissbrauch, aber auch zu Aggressionen. Es geht dabei nicht darum dem Anderen behilflich zu sein, sondern darum den eigenen Schmerz zu lindern. Das kann jeder in unterschiedlicher Weise tun. Es gibt Leute, die sich verletzt fühlen und z.B. wütend werden, wenn sie erfahren, dass jemand verletzt wurde.
Aus der eigenen Ohnmacht heraus schimpfte der damalige Freund meiner Mutter mit mir und wollte mir zu verstehen geben, dass "man" aus "solchen" Gründen (worum es genau ging, weiß ich nicht mehr) nicht weinen sollte. Später habe ich verstanden, dass er sich mit mir identifiziert hat, dass er genau so gerne geheult hätte, er es sich aber verboten hatte, also durfte ich es auch nicht. Auf meine Gefühle ist er damals aber nicht eingegangen.

Es ist auch typisch, dass Kinder, ältere Menschen oder Behinderte sich wehement gegen angebliche Hilfe wehren, weil sie diese Hilfe als Eingriff in ihre Autonomie wahrnehmen. Hilfe die aus Mitleid entsteht nimmt dem Anderen oft die Möglichkeit selbst zur Lösung zu kommen. Selbstwirksamkeit ist ein sehr wichtiger Aspekt bei jeder Art von Therapie, d.h. das Gefühl zu bekommen, dass man selbst die Macht hat etwas zu tun oder zu verändern. Aber aus Mitleid kommt dann jemand und nimmt uns das ab was wir lernen wollen, was wir zwar vielleicht noch nicht können, aber können wollen. Manchmal entstehen da auch komplizierte Machtkämpfe. Das Kinder, Behinderte oder alte Menschen vielleicht wirklich noch nicht oder nicht mehr in der Lage sind etwas zu bewältigen, stimmt ganz sicher, aber gerade Menschen die immer wieder solche Eingriffe erlitten haben, tun sich schwer damit sie weiter zu dulden. Da ist es, meiner Meinung nach, sehr viel wirksamer dem Menschen etwas Zeit zu lassen und Hilfe anzubieten. Es ist auch wirksamer auf den Anderen einzugehen, sich vorzustellen wie Ohnmächtig sich dieser Mensch fühlt, wie frustriert und evtl. auch zu sagen, dass man selbst es nachvollziehen kann, vielleicht, weil man ähnliche Erfahrungen kennt oder aber (besonders bei Behinderten) auch zugeben, dass man solche Erfahrungen zwar nicht gemacht hat, aber trotzdem solche Gefühle kennt. Dazu muss ich aber erst meine eigene Ohnmacht und Frustration kennen gelernt haben, d.h. sie gelebt zu haben, statt unterdrückt, und sie akzeptiert zu haben.
Mitgefühl erlaubt mir eine Lösung zu finden die den Anderen einbezieht. Mitgefühl bedeutet manchmal auch das Leid des Andere auszuhalten (z.B. bei einem Alkoholiker würde Mitleid zur Koabhängigkeit führen, Mitgefühl aber zur Konfrontation). Mitgefühl bedeutet, dass ich auch mal gar nichts tue und abwarte was jemand von mir will.

Mitleid wirkt sich manchmal auch gar nicht auf die Ursache aus. Jemand leidet tatsächlich weil er oder sie z.B. im Fernsehen schreckliche Bilder über Krieg oder Hunger gesehen hat. Aber dieses Leid bleibt bei dem sich ohnmächtig fühlenden Leidenden. Der in seiner Resignation und seinem Leid auf diese fernen Bilder fixiert ist, und gleichzeitig aber im eigenen Umkreis blind ist und in der Regel auch inaktiv bleibt.

Trotzdem bringt Mitleid viele Menschen auch dazu wunderbare Dinge für Andere zu tun. Vielleicht ist es nicht immer so klar zu trennen und die Grenzen sind eher schwammig. Viele Menschen in sozialen Berufen helfen andere um ihre eigenen Bedürfnisse und Wunden zu verdrängen. Sie tun viel und helfen vielen Menschen. Trotzdem finde ich es wichtig bei mir selbst zu schauen. Versuchen festzustellen ob ich wirklich einfühlsam bin oder ob es doch mein eigenes Thema ist was ich beim anderen sehe. Machtmissbrauch kann auch subtil sein. Überheblichkeit kann auch gut verkleidet in Form von Hilfe auftreten. Was fühle ich wirklich? Helfe ich tatsächlich? Was veranlasst mich so zu handeln? Versuche ich vielleicht doch seine/ihre Gedanken zu lesen oder berücksichtige ich die Wünsche und Bedürfnisse des Anderen wirklich?

Es ist oft auch schwer anderen Menschen ihre eigenen Fehler machen zu lassen. Aber es gehört zum Leben dazu. Besonders Eltern würden ihren Kindern alle Schwierigkeiten im Leben abnehmen. Aber wenn jeder mal ehrlich überlegt, findet sie/er bestimmt eine Situation in der es wichtig war die eigenen Fehler zu machen und eine weitere Situation in der Hilfe (oder auch Sorge) nicht als solche empfunden wurde, sondern genervt hat oder sogar richtig wütend gemacht hat.

Mitgefühl, auch mit uns selbst, erlaubt es uns besser zu unterscheiden wann wir helfen müssen, wann wir helfen wollen und wann wir helfen können. Hierzu passt das Gelassenheitsgebet von Reinhold Niebuhr gut:


Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Dienstag, 8. Februar 2011

Meine Bondingerfahrung - Teil 3

Tja, was soll ich sagen: ich bin zum Wiederholungstäter geworden. Ich fühle mich nach diesem Wochenende gestärkt und gleichzeitig sehr entspannt. Es war nicht so intensiv wie das erste Mal, aber es war trotzdem sehr wertvoll. Es war eben anders. Andere Menschen, andere Auslöser, andere Gefühle, andere Erinnerungen.

Etwas erstaunlich war die plötzliche starke Erinnerung an meine Oma und der Schmerz ihres Todes. Wie ein kleines Kind fühlte ich mich, dass verwirrt und beängstigt und traurig weint und erstaund wiederholt "sie ist einfach gestorben!" Ein Puzzelteil mehr...

Verlust ist etwas sehr normales. Nichts ist gewisser als der Tod. Es heißt aber auch, dass der Tod deshalb unser bester Berater sein kann. Seit ich mir bei Entscheidungen die Frage stelle "was würde ich wählen, wenn ich nur noch 3 Jahre zu leben hätte?", fällt es mir leichter es zu tun. Der Existentialismus sagt, dass erst die bewusste Endlichkeit unseres Lebens das Leben lebenswert macht. Viele Menschen tun so als hätten sie alle Zeit der Welt und füllen diese mit belanglosen Dingen, mit Sorgen, mit Streit, mit Schmerz. Menschen die einen schlimmen Unfall oder Krankheit überlebt haben, verändern oft ihr Leben, manchmal sogar radikal. Ich brauche keinen Unfall um zu erkennen, dass ich leben will, dass ich lieben will, dass ich nur dieses eine Leben habe und ich es aktiv gestallten will.

Ich fühle mich lebendig. Fehler zu machen wird immer belangloser. Das Risiko einzugehen Dinge auszuprobieren, erscheint mir immer kleiner. Ich werde mutiger. Ich werde stärker. Ich fühle mich voller Energie und trotzdem auch eine sanfte Ruhe und Gelassenheit, die mich immer begleitet.

Das Leben ist voller Verlust: Anfang und Ende... Aber die Angst vor dem Ende, bewirkt so oft, dass wir den Anfang vermeiden, dass wir unsere Gefühle unterdrücken, dass wir das Risiko uns zu öffenen scheuen. Erst wenn wir voller Bewusstsein das Risiko eingehen wollen, einen Menschen zu lieben und zu verlieren, erst dann, können wir wahre Liebe zulassen.

Der Schmerz sagt mir, dass ich lebe, dass ich geliebt habe, dass ich lebendig bin und deshalb auch verwundbar. Der Schmerz erinnert mich daran, dass ich da bin. Und dass Du für mich da warst.

Danke: an alle die mein Leben beeinflusst haben. Ich vermisse Euch, aber es tut immer weniger weh. Besonders, weil ich inzwischen akzeptieren kann, dass alles endlich ist und dass ich meine Erinnerungen behalten darf.

Sonntag, 2. Januar 2011

Frohes 2011!

2011 wird mein "Buchjahr". Ich habe mir selbst versprochen mein Buch in diesem Jahr zu schreiben. Ich habe eine Liste gemacht, mit den Leuten die ganz sicher ein Buch von mir haben wollen würden. Einzig und allein, weil ich (Mayra) es geschrieben habe. Also viele Freunde und einige Verwandte waren auf der Liste. Ich kam bald auf etwas über 30 Leute und hörte mit der Liste auf. Ich dachte dann: es gibt keinen Grund mehr es nicht zu tun. Ich habe auch vor einigen Monaten über meine Angst bzw. Blockade zu schreiben geschrieben, vielleicht wird es das erste Kapitel. Es handelt vor der Angst zu versagen. Die Angst kritisiert zu werden. Die Angst den Erwartungen bestimmter Menschen nicht entsprechen zu können. Wenn ich schreibe muss es schon ein sehr gutes Buch werden, mittelmäßig reicht nicht aus. Ich schreibe es ja auch nicht für mich...

Doch, ich schreibe für mich. In erster Linie. Einfach raus in die Welt. Ohne Ziel. Oder aber mit einem ganz persönlichen Ziel: ich selbst, denn der Empfänger von all dem was wir tun, sind immer auch wir selbst. Das Problem ist nur, dass wir es zu oft vergessen und uns selbst kaum zuhören/lesen/fühlen...

Frohes neues Jahr!
Mayra