Anerkennung

Vor einigen Wochen, hatte mich eine Freundin gefragt ob ich vielleicht etwas über das Thema Anerkennung schreiben will. Ich habe mir viele Gedanken darüber gemacht und auch ein wenig recherchiert (dies sind Auszüge aus Wikipedia):

  • Als Synonyme werden benutzt: Akzeptanz, Lob, Bestätigung oder Respekt
  • Das Verb „anerkennen“ ist die Verdeutlichung des Verbs „erkennen“
  • offizielle Bestätigung, Erklärung der Gültigkeit oder der Rechtmäßigkeit
  • Wahrnehmung äußerlicher Gegebenheiten in ihrer seelischen Bedeutsamkeit
Bevor ich mehr über Anerkennung sage, möchte ich noch kurz auf die Definition (auch von Wikipedia) für Empathie hinweisen:

Empathie bezeichnet die Fähigkeit und Bereitschaft, Empfindungen, Emotionen, Gedanken, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen, zu verstehen und nachzuempfinden. Ein damit korrespondierender allgemeinsprachlicher Begriff ist Einfühlungsvermögen.

Auf Youtube habe ich mir neulich Chris Voss angehört. Er sagte, dass er in der Ausbildung zum Negotiator (Mediator, Verhandler) beim FBI gelernt habe, dass Empathie zu zeigen nicht bedeutet, dass ich mit dem Anderen (in seinem Fall ein Verbrecher: ein Kidnapper oder Terrorist) einer Meinung bin oder ihn mögen muss, nein, es bedeutet nur, dass ich dem Anderen das Gefühl gebe, dass ich seine Gefühle, Gedanken und Reaktionen nachvollziehen kann und auf dieser Ebene Kontakt herstellen kann. Denn dieser Kontakt ist nötig um mit jemandem verhandeln zu könne (auch in der Wirtschaft oder Partnerschaft).

Ich habe mir überlegt ob es möglich ist Empathie vorzutäuschen. Ist es möglich jemanden davon zu überzeugen, ein Buch gelesen zu haben ohne es wirklich gelesen zu haben? Vielleicht, aber muss ich da nicht so viel über das Buch wissen, dass es dann irrelevant wird, ob ich es wirklich gelesen habe oder nicht? Ist es möglich jemanden klar zu machen "ich verstehe wie Du Dich fühlst", ohne es wirklich zu verstehen? Ich bezweifle es. Im Vortrag von Chris Voss kam eine Geschichte von einem seiner Schüler vor. Er sollte mit einem Verbrecher verhandeln den er hasste. Der Schüler dachte es wäre nicht möglich. Aber Voss empfahl ihm über soziale Unterschiede und Ungerechtigkeiten zu reden. Da waren sie einer Meinung und auf dieser Basis war die Verhandlung gar nicht mehr nötig. Die Forderung von (ich glaube) einer Million Dollar wurde nicht mehr erwähnt und am Ende bekam das FBI die Geisel(n) zurück, ohne dafür nur einen Dollar zu geben. Später hat der Entführer raus gefunden wer sein Gesprächspartner am Telefon gewesen ist (dies sollte nicht passieren!) und hat den FBI Agenten angerufen und gefragt ob er eine Beförderung bekommen hat, denn die hätte er für diese Verhandlung verdient, nach seiner Meinung.

Ein Anderes gutes Beispiel zu dem Thema Empathie zeigen und Beziehungen aufbauen, ist die Geschichte von Daryl Davis (auch auf Youtube zu finden). Davis ist ein Afroamerikaner der sich mit einigen Größen des Ku Klux Klan anfreundete, so dass diese irgendwann ihren Glauben überdachten und den Klan verließen. Dabei ging es Davis nicht darum jemanden zu überreden oder überzeugen.

Ich denke, Anerkennung und Lob werden ob verwechselt. Für mich hat Anerkennung aber nichts mit Lob zu tun. Es ist keine Wertung. Es ist Wertschätzung. Es geht um Empathie: d.h. um erkennen und sehen des Anderen.

Hierzu sind mir zwei Geschichten aus meinem Leben eingefallen:

1) Wow, Du bist ja sooo mutig!

Während meiner Schwangerschaft hatte ich für mich den Stockkampf entdeckt. Ich ging gerne dort hin, es tat mir gut. Und zwar nicht nur die Übungen, sondern auch die Lehrerin und die Gruppe. Ich war inzwischen wahrscheinlich im 5 Monat schwanger, da hat jemand aus der Gruppe ihre Bewunderung immer wieder zum Ausdruck gebracht und mir gesagt wie mutig ich wäre, dass ich trotz Schwangerschaft diesen Kurs mitmachen würde. Ich fühlte mich seltsam mit dieser Aussage. Ich fühlte mich nicht mutig und jetzt war ich auch noch verunsichert ob ich vielleicht hätte Angst um mein Kind haben müssen? War ich etwa zu unbedacht? Es war für mich kein Kompliment, weil ich ihre Begeisterung nicht verstand und ich mich mit ihren Aussagen über mich nicht identifizieren konnte. Lob oder Komplimente funktionieren nur, wenn wir uns selbst auch so bewerten. Oft wird etwas positives über uns oder über unsere Leistung gesagt, aber es dies kommt nur an, wenn wir meinen, dass es stimmt oder stimmen könnte. Wenn ich mit meinen Zeichnungen nicht sehr zufrieden bin und es kommt jemand, der nicht zeichnen kann und bewundert mein Werk, dann bedanke ich mich zwar, aber das Gefühl kommt bei mir nicht an, egal wie begeistert mein Gegenüber ist. Bin ich aber mit etwas einigermaßen zufrieden und zeige ich es jemandem von dem ich denke er oder sie kann es wirklich auch beurteilen, dann ist dessen Wertung egal ob positiv oder negativ um so wichtiger für mich und dann eben aufbauend oder vielleicht auch vernichtend.

Wenn ich also jemandem Anerkennung schenken möchte, dann sage ich lieber etwas über mich. In dieser Geschichte hätte die Frau zu mir sagen können  "Wow, ich finde es beeindruckend wie Du mit Deiner Schwangerschaft umgehst. Ich wäre viel zu ängstlich und viel zu verunsichert Sport und insbesondere Stockkampf zu machen." D.h. eigentlich war ich für diese Person ein Vorbild, wahrscheinlich würde sie sich mein Vertrauen und Zuversicht, meine Ruhe oder Gelassenheit für sich selbst wünschen. Und damit kann ich besser sein: ich bin gerne eine Quelle der Inspiration!

2) Das hast wirklich Du gemacht?

Nach einem Besuch in der Türkei mit meinem Mann, waren wir bei meinem Vater und ich brachte ihm voller Stolz mein Türkei-Fotobuch mit. Mein Vater ist Künstler und ich war sehr zufrieden mit diesem Fotobuch, ich fand es ästhetisch sehr gelungen. Mein Vater war irgendwie unbeeindruckt. Ich redete begeistert über das Buch und er verzog keine Miene. Plötzlich aber entdeckte er Mich auf einem der Fotos und wirkte etwas verwirrt. Er hatte gar nicht richtig zugehört, er hatte nicht mitbekommen, dass ich ihm erzählt habe, dass ich das Buch gemacht habe. "Das hast wirklich Du gemacht?" Er blätterte zurück und fing dann erneut vorne an, um alle Seiten langsam anzuschauen und immer wieder zu betonen wie toll er es fand. Er hatte gedacht das Buch hätte ein Profi gemacht. Er hatte es etwas seltsam gefunden, dass ich ihm ein Bildband über die Türkei schenkte. Jetzt war er aber total begeistert. Er redete davon, dass ich meinen Job schmeißen sollte und lieber Design machen sollte. Das Buch gefiel ihm sehr und er zeigte es später auch stolz seinen Freunden, natürlich mit dem Satz "Das hat meine Tochter gemacht!"

Ich aber war traurig. Erst hatte er mir nicht zugehört (und das kannte ich schon von ihm - ich habe meinen Vater immer als "unerreichbar" empfunden, wie hinter einer Nebelwand). Und dann war er stolz über meine Leistung, aber gesehen fühlte ich mich immer noch nicht. Es war für mich als wäre das Buch zwar auf seine Seite durchgedrungen, aber ich war auf der anderen Seite der Nebelwand zurückgeblieben. Seine Begeisterung, also seine Nähe und seine Gefühle galten dem Buch, nicht mir. Wenn er das Buch anderen zeigte, dann schauten sie zusammen auf die Fotos und redeten darüber. Ich fühlte mich außen vor.

"Liebe besteht nicht darin, dass man einander ansieht, sondern dass man gemeinsam in die gleiche Richtung blickt"
-- Antoine de Saint-Exupery

Vielleicht sollten sich liebende trotzdem ab und zu anschauen, zum Beispiel um sich zu vergewissern, dass sie auch das selbe anschauen, das gleiche Interpretieren oder wenn nicht, dann darüber klar werden, dass sie es vielleicht unterschiedlich bewerten. Mein Vater und ich schauten uns beide das Buch an, aber ich fühlte keinen Kontakt.

Ich habe versucht mich an eine ähnliche Situation zu erinnern, in der ich mich aber ganz ganz anders gefühlt habe. Einer Freundin hatte ich einige Texte geschickt, sie fand diese großartig. Wenn sie mir ihre Begeisterung über meine Texte mitteilte war es komplett anders. Das erste was mir einfällt ist, dass sie mit mir Blickkontakt hielt. Und ihr war es nicht so wichtig anderen darüber zu erzählen, sondern mir zu sagen, dass sie mich toll fand. Dass sie sich berührt gefühlt hat, durch das was ich geschrieben hatte. Es ging darum was sie empfunden hatte, als sie meine Texte gelesen hatte. Sie fühlte sich mir näher, sie fühlte sich vielleicht sogar von diesem Text verstanden, weil sie sich stark damit identifizieren konnte. Es ging zwar um den Text (ihr war der Stiel und die Grammatik auch sehr wichtig, da war sie kompromisslos), aber es ging in dem was sie sagte und wie sie es sagte (Blicke, Körpersprache...) um uns.


Empathie auch in schlechten Momenten

Der Grund, weshalb wir Anerkennung mit Lob verwechseln, ist, dass wir eher über positive Wertung, also Lob, Anerkennung bekommen. Und zwar genau dann wenn wir uns gut mit etwas was wir getan haben fühlen und dies jemand bestätigt: das hast du gut gemacht! Aber eigentlich wünsche ich mir zum Beispiel für meine Tochter (und für mich, aber das zu schreiben fand ich erst einmal schwieriger), dass sie sich auch gesehen fühlt wenn sie Kummer hat, oder Angst oder Wut. Empathie heißt nicht, dass ich mit Ihr einer Meinung bin, aber es heißt, dass ich sie wahrnehme und verstehe. Tatsächlich klappt es manchmal (ich übe!), dass ich auf ihren Ärger mit der Bestätigung reagieren kann "Jetzt bist Du aber ganz schön sauer! Stimmt's?" oder "Ich weiß, dass es doof ist, wenn ich Dir dies nicht erlaube..." Und recht oft verändert es schon eine ganze Menge in Ihr. Es ist nicht mehr ein (Macht-)Kampf, auch wenn sie meine Gründe in ihrem Alter (fünf) noch nicht immer nachvollziehen kann, fühlen wir beide die "Notwendigkeit" dieser Maßnahme, auch wenn sie damit nicht einverstanden ist. Der Gegenpart ist natürlich auch wichtig, dass sie lernt meine Gefühle zu respektieren, und das kann sie nur, wenn ich ihr davon berichte. Ich sage ihr warum ich etwas will oder nicht will und zwar weil etwas mit mir macht (Gefühle). Kinder (aber auch Erwachsene) reagieren viel besser auf Authentizität: dass ich sage, dass sie von dem Baum runter soll, weil ich Angst habe, dass sie runterfällt.

Einfacher finde ich es ihr Bestätigung zu geben wenn sie Traurig ist, sich weh-getan hat oder Angst hat. Dann kann ich sagen "Es war zwar nur eine Schürfwunde, aber es tut trotzdem erst einmal doll weh" Im ersten Teil meiner Aussage versuche ich sie zu beruhigen, in dem ich ihr sage, dass es keine schlimme Verletzung ist, im zweiten Teil gehe ich auf ihren Schmerz ein. Manchmal weinen die Kinder auch einfach weil sie sich erschrocken haben. Der Fall mit dem Laufrad ins Laub war nicht schlimm, aber die Angst ist berechtigt! Und wenn ich nur sage "Es ist nicht schlimm!" fühlt sich keiner gesehen. Wir kennen doch alle ähnliche Situationen selbst: wie oft schimpfen wir mit unserem Kind, weil wir uns erschreckt haben, weil wir dachten es war gefährlich und hätte ganz anders enden können? Unser Ärger entstammt unserer Angst, wirklich was passiert ist aber nichts! Wie fühlt es sich dann an, wenn uns jemand sagt "Jetzt beruhige dich mal, es war doch gar nicht so schlimm, es ist doch nichts passiert!" Seien wir ehrlich, es fühlt sich nicht besonders gut an, weil es so ist als würde unser Gefühl keine Berechtigung finden. Anerkennung im Sinne von Bestätigung, Erklärung der Gültigkeit oder der Rechtmäßigkeit.

Am schwierigsten finde ich es, wenn meine Tochter quengelt. Ich bin dann schnell genervt und reagiere entsprechend. Wenn sie dann weint oder wütend wird, beruhige ich mich wieder und kann nun anders reagieren. Aber oft quengeln/nerven wir uns erst einmal einfach nur gegenseitig an (bis es eskaliert).

Ich versuche es gerade zu analysieren. Was genau finde ich so schwierig wenn sie quengelt? Ich denke, es ist so weil der eigentlich Grund für die Gefühle nicht klar ist. Es ist mehr ein "das will ich nicht" als ein "ich will aber dieses andere". Mir fällt es schwer nachzuvollziehen woher der Unmut kommt. Dieses Problem habe ich mit meinem Mann auch. Dann bin ich einfach genervt und pampig und nehme ihn als genervt und pampig wahr. Bei ihm stellt sich später oft heraus, dass er bestimmte unausgesprochene Erwartungen an mich hatte, die ich hätte wissen sollen. Bei meiner Tochter finde ich es wirklich schwierig, weil sie sich auch noch nicht so gut ausdrücken kann und sie vielleicht manchmal nur auf die Stimmung der Erwachsenen reagiert: d.h. sie weiß selbst nicht warum sie quengelt.
Gestern war so eine Situation. Wir waren zusammen weggefahren. Es war ein schöner Ausflug. Aber irgendwann wollten wir Eltern gehen. Vielleicht war sogar etwas Enttäuschen bei uns beiden da, weil wir ja eigentlich noch etwas zuhause gemacht haben wollten und es inzwischen schon spät geworden war. Wir wollten also gehen. Ainara war einverstanden (obwohl sie viel Spaß auf dem Spielplatz hatte und das Wetter hervorragend war). Das Kindern in dem Alter aber große Probleme mit dem Thema "Eile" haben, wissen alle Eltern. Nun wurde mein Mann ungeduldig und hat beklagt, dass er heute wahrscheinlich wieder keine Zeit haben würde Klavier zu spielen. Also bot ich ihm an, dass er vorfahren und so noch 10-20 Minuten vor uns Zuhause sein könnte und dadurch ein kleines bisschen mehr Zeit hätte.
Es hat keine 5 Minuten gedauert, da habe ich meine Entscheidung schon bereut: meine Tochter wollte plötzlich nicht mehr fahren und war ganz plötzlich einfach zu müde (obwohl sie gerade erst auf dem Spielplatz getobt hatte). Ich war genervt, aber ich versuchte sie zu überreden und es klappte. Zumindest vorerst, denn nach einigen hundert Metern war die nächste Quengelaktion dran!

Als wir schließlich zuhause ankamen war ich sehr genervt und mein Mann und ich hatten auch noch einen kleinen Streit. Wir waren alle quengelig oder pampig, oder genervt, was auch immer...

Im nachhinein, denke ich, dass folgendes passierte: Ich habe meinem Mann zwar zugestanden, dass er vorher geht, aber innerlich fand ich es ungerecht. Tatsächlich beklage ich mich immer mal wieder darüber, dass ich viel Zeit mit unserer Tochter verbringe, dies mich aber belastet. Manchmal gelingt es mir, ihr zu sagen, dass sie sich bitte an den Vater wenden soll, schließlich ist er auch noch da. Oder ich sage ihm, er soll sich doch bitte um ihr Bedürfnis kümmern. (Beim Essen ist er oft fertig wenn ich noch gar nicht angefangen habe, weil ich unsere Tochter erst einmal "versorgt" habe, damit sie essen und trinken kann). Dieses Zusammenspiel und meine Bewertung davon ("ich komme zu kurz") sorgt immer wieder für viel Ärger. Und wahrscheinlich war diese Stimmung in mir die unbewusste Ursache für das Quengeln meiner Tochter und auch die Ursache dafür, dass ich dann schnell genervt von ihr bin, da dieses Gefühl ja eigentlich schon vorher dagewesen ist, eben nur nicht bewusst. Es ist als würde sie mir endlich einen Grund geben damit meine Missstimmung berechtigt ist.


Ich zeige mich!

Und was kann ich tun um mehr Anerkennung, mehr Empathie zu genießen? Der weit verbreitete Tipp von vielen ist, die Anerkennung in uns selbst zu finden. Aber dies ist einfacher gesagt als getan! Auf solche Ratschläge reagiere ich oft mit Ärger, weil ich mich ohnmächtig fühle. Daher frage ich dann oft "und wie genau soll ich das tun?" oder "Welchen Knopf muss ich dafür drücken?". Dies verdeutlicht meinem Gegenüber, dass der Ratschlag mir nicht geholfen hat. Und ich glaube, dass die Menschen um uns rum, mit denen wir mehr oder weniger gute Beziehungen haben, tatsächlich nicht mit Absicht unempathisch handeln, sondern weil wir es alle nicht anders gelernt haben. D.h. wenn ich traurig bin und meine beste Freundin kommt mit Ratschlägen an, und ich fühle mich nicht gesehen, dann kann ich sagen, dass mir die gut gemeinten Ratschläge nicht helfen (mit so einer Frage, z.B.) und sagen was ich von ihr stattdessen bräuchte: einfach nur Zuhören, vielleicht eine Umarmung, aber ich kann auch fragen ob sie so eine Situation schon einmal erlebt hat und daher nachvollziehen kann wie ich mich jetzt fühle. Vielleicht würde mir helfen, dass sie mir von ihrer Situation erzählt. Evtl. hilft mir ihre Lösung, aber manchmal hilft sie eben auch nicht.

Auch dieser "Ratschlag" ist nicht einfach umzusetzen, selbst wenn sich unsere erdachte Freundin bemüht, kann es passieren, dass sie etwas sagt mit dem wir uns doch nicht gesehen und verstanden fühlen. Genau das passiert mir mit meinem Mann oft! Und es war immer wieder enttäuschend, bis ich nach und nach gelernt habe ihm zu erklären warum sein Vergleich oder seine Frage für mich nicht passt, was genau anders ist. Und dann plötzlich gelingt es: das verstanden werden, das gesehen werden, das ANERKANNT WERDEN!

Empathie bezeichnet die Fähigkeit und Bereitschaft, Empfindungen, Emotionen, Gedanken, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen, zu verstehen und nachzuempfinden. 

Bereitschaft von meinem Mann war schon da (auch bei der Freundin mit den Ratschlägen), nur die Fähigkeit hatte gefehlt!


Noch zwei kleine Tipps zum Schluss

Neulich habe ich gelesen, es wäre gut sich weniger zu entschuldigen und mehr zu bedanken, dies hilft beiden. Schuld trennt, Dankbarkeit verbindet. Ich versuche mich daran zu erinnern und auch sonst mehr meine Dankbarkeit, meine Freude und meine Wertschätzung zu zeigen in dem ich sie auch insbesondere ausspreche. Ich sage meinen Freunden, dass es schön war mit ihnen zu reden weil...

Und ganz wichtig: wenn unsere innere Stimme uns kritisiert oder gar beschämt, wie wäre es mit ein wenig Selbstempathie? Wenn es mir auffällt, dass meine Gedanken negativ über mich urteilen, dann versuche ich innerlich diesen Stimmen zu antworten wie wenn ich meine Tochter nach solchen Kommentaren trösten würde, am besten ganz ohne Ratschläge!


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