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Mitleid vs. Mitgefühl

Neulich habe ich mich länger mit einigen Bekannten über dieses Thema unterhalten und da ich es für sehr wichtig und nicht ganz einfach erachte, möchte ich etwas dazu schreiben. Manche glauben, dass Mitleid und Mitgefühl sinonyme wären. Dem ist nicht so. Andere wissen, dass es da einen Unterschied gibt, aber ihn zu definieren oder gar begreifen fällt oft schwer. Wie diese Begriffe im Duden definiert sind, weiß ich nicht, aber ich weiß wie ich sie für mich verstanden habe und dies möchte ich hiermit weiter geben. Unserer Fähigkeit empathisch zu sein, verdanken wir die Empfindung von Mitgefühl: damit können wir uns vorstellen wie sich jemand in einer bestimmten Situation fühlen mag. Beim Mitleid jedoch, projizieren wir unsere Vorstellung, d.h. wie wir glauben dass wir uns in der Situation fühlen würden auf jemand anderes, der aber evtl. ganz anders empfindet als wir selbst. Jemand der mitfühlt, sieht den Anderen. Jemand der mitleidet sieht sich selbst im Anderen. Deshalb führt Mitlei...

Meine Bondingerfahrung - Teil 3

Tja, was soll ich sagen: ich bin zum Wiederholungstäter geworden. Ich fühle mich nach diesem Wochenende gestärkt und gleichzeitig sehr entspannt. Es war nicht so intensiv wie das erste Mal, aber es war trotzdem sehr wertvoll. Es war eben anders. Andere Menschen, andere Auslöser, andere Gefühle, andere Erinnerungen. Etwas erstaunlich war die plötzliche starke Erinnerung an meine Oma und der Schmerz ihres Todes. Wie ein kleines Kind fühlte ich mich, dass verwirrt und beängstigt und traurig weint und erstaund wiederholt "sie ist einfach gestorben!" Ein Puzzelteil mehr... Verlust ist etwas sehr normales. Nichts ist gewisser als der Tod. Es heißt aber auch, dass der Tod deshalb unser bester Berater sein kann. Seit ich mir bei Entscheidungen die Frage stelle "was würde ich wählen, wenn ich nur noch 3 Jahre zu leben hätte?", fällt es mir leichter es zu tun. Der Existentialismus sagt, dass erst die bewusste Endlichkeit unseres Lebens das Leben lebenswert macht. Viele Me...

Frohes 2011!

2011 wird mein "Buchjahr". Ich habe mir selbst versprochen mein Buch in diesem Jahr zu schreiben. Ich habe eine Liste gemacht, mit den Leuten die ganz sicher ein Buch von mir haben wollen würden. Einzig und allein, weil ich (Mayra) es geschrieben habe. Also viele Freunde und einige Verwandte waren auf der Liste. Ich kam bald auf etwas über 30 Leute und hörte mit der Liste auf. Ich dachte dann: es gibt keinen Grund mehr es nicht zu tun. Ich habe auch vor einigen Monaten über meine Angst bzw. Blockade zu schreiben geschrieben, vielleicht wird es das erste Kapitel. Es handelt vor der Angst zu versagen. Die Angst kritisiert zu werden. Die Angst den Erwartungen bestimmter Menschen nicht entsprechen zu können. Wenn ich schreibe muss es schon ein sehr gutes Buch werden, mittelmäßig reicht nicht aus. Ich schreibe es ja auch nicht für mich... Doch, ich schreibe für mich. In erster Linie. Einfach raus in die Welt. Ohne Ziel. Oder aber mit einem ganz persönlichen Ziel: ich selbst, den...

Meine Bondingerfahrung - Entwicklung

Inzwischen sind schon einige Wochen vergangen und ich habe wieder Fortschritte gemacht. Manche davon würde ich auch direkt mit meiner Bondingerfahrung zusammenhängend sehen und möchte sie hier aufführen. - Entscheidungen : ich habe mich lange mit B. an dem Wochenende unterhalten, über das Entscheiden und die Schwierigkeiten die manche Menschen damit haben. Sie erzählte mir einen Traum und uns beiden wurde mal wieder klar, dass es auch sehr erleichternd ist, wenn jemand sagen kann was er/sie will. Mir ist in der Woche nach dem Bonding aufgefallen, dass ich z.B. die Entscheidung ob ich rechts oder links an jemanden der mir entgegen kommt vorbei gehen will spontan und unbewusst treffe und es nicht mehr zu diesem Zögern und Zickzacklaufen kommt. (Wurde mir plötzlich bewusst als es sich mehrmals wiederholt hatte). Auch ist mir aufgefallen, dass ich bei Gruppenentscheidungen mal die erste oder zumindest von den ersten bin, die eine Antwort gibt. Früher war es mir immer egal und ich habe o...

Zukünftige Einträge

Nur damit ich es selbst nicht vergesse und um andere neugierig zu machen... hier meine nächsten Ideen: - Meine Gummiband-Theorie: oder wie Veränderung nicht funktionieren kann - Angst vs. Mut (schon angefangen) - Übung 1: lernen Entscheidungen einfacher zu treffen (schon angefangen) - Bondingtherapie: was danach passierte

Oh(n)Macht

Wie sehr liebe ich es der Grund für Deine Gänsehaut zu sein der Grund für Dein Lächeln der Grund für Deinen Säuftzer Wie sehr liebe ich es der Grund für Deine Erregung zu sein für Deine Begeisterung oder für erwartungsvolle Spannung Wie sehr liebe ich es Dir dabei zuzugucken wenn Du tief Lusft holst Wie sehr liebe ich es Dich glücklich zu sehen... ...so sehr, dass ich die Vorstellung schon nicht verkraften kann Dich ärgern zu können, oder traurig zu machen. ...so sehr, dass mein Verantwortungsgefühl und meine Angst Dich zu verletzen zu groß ist um bei Dir zu bleiben. ...so sehr, dass ich nicht ertragen würde zu versagen zu bemerken, dass ich im Grunde Ohnmächtig bin, dass ich Dir keine Gefühle verursachen kann. Aber ich bin weder der Grund für Dein Glück noch der Grund für Dein Leid. Ich bin nur ein Kathalisator denn Deine Gefühle gehören nur Dir. Ich kann nicht zaubern ich kann Dir nur zugucken und Dich begleiten. Ich kann Dein Glück und Dein Schmerz m...

An meine geliebete Königin

Es war ein Mal eine Königin, die sehr praktisch orientiert war, sie sah sofort was zu tun war und wer was gebraucht hatte. Sie erledigte ihre eigene Arbeit immer wieder gut und schnell und delegierte an ihre Untertanen je nach Rang und Ordnung die Aufgaben die sie erledigen konnten. Die Menschen die unter ihrer Herrschaft lebten waren zufrieden und fühlten sich sicher und behütet. Jeder hatte seine Rolle und seine Arbeit. Da wurde die Königin eines Tages krank und konnte nicht mehr alles erledigen. Sie war zu müde um sich um alles zu kümmern. Plötzlich gab es zum ersten Mal Streit und Unordnung. Keiner wusste so recht was er zu tun hatte und viele taten deshalb gar nichts. Die Königin beklagte sich, weil keiner auf die Idee kam ihr einen Tee zu machen. Wie konnte das sein? Sie selbst hatte ihnen doch immer Tee bringen lassen wenn sie krank waren. Wegen der Krankheit vergaß sie ihren Diener zu sagen, dass in der Küche Brot fehlte und als dieser ohne Brot zurück kam wurde sie wütend. I...